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5 ARBEITSBLÄTTER ZUM STYLE WRITING

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ARBEITSBLÄTTER ZUM STYLE WRITING

5.1 Vorbemerkung / Überblick 39
5.2 Checklisten 42
5.3 Graffiti-Buchstaben von A-Z 50
5.4 Alphabete in verschiedenen Styles 63
5.5 Übungen zu Outlines 87
5.6 Übungen zu Blocks und Schatten 122
5.7 Übungen zum Fill In 132
5.8   Übungen zum Background 150
5.9 Das "Tag"-Alphabet 156

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5.1 VORBEMERKUNG

Wichtigstes Ziel dieser Veröffentlichung ist es, vornehmlich ungeübte Schüler/innen im Kunstunterricht mit den wesentlichen Gestaltungsmerkmalen von Graffiti i.e.S. vertraut zu machen. Dazu wird eine Vielzahl von Materialien und Arbeitsblättern zur Verfügung gestellt, die Lehrer/innen, die mit dem Unterrichtsgegenstand wenig vertraut sind, vielleicht zunächst ein wenig verwirrt. In der Tat wird hier bewusst darauf verzichtet, Lehrer/innen die didaktisch-methodische Entscheidung für ihren Unterricht abzunehmen. Der oder die Unterrichtende wird also das tun, was er oder sie immer tun muss: didaktisch-methodische Phantasie entwickeln und aus den alternativ einzusetzenden Materialien und Arbeitsblättern auswählen und über Anzahl und Abfolge selbst entscheiden - wie immer: je nach Anspruch, Zielen, inhaltlicher Schwerpunktsetzung und vorgefundenen Unterrichtsbedingungen (Klassenstufe, Vorkenntnissen, Notwendigkeit der inneren Differenzierung, dem zur Verfügung stehenden Zeitraum u.ä.).

So viel sei aber doch gesagt, um die Entscheidung zu erleichtern: Eilige sollten den Schüler/innen anhand (ggf. vereinfachter) Checklisten (vgl. S. 43 ff.) einen Überblick über die Gestaltungsmittel des Style Writing geben, um sich dann auf die wesentlichen Aspekte der Gestaltung von Outlines zu beschränken. Das bedeutet, Nebenaspekte, wie 'bewegte Standlinie' oder 'Gestaltung von Balkenenden' sowie die Bereiche 'Blocks',

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'Fill In' und 'Background' zu vernachlässigen. Als größere praktische Aufgabe bietet sich in diesem Zusammenhang die Gestaltung eines Wortes oder eines selbst gewählten Namens in einer aus Vorlagen übernommenen oder selbst entwickelten Graffiti - Schrift an (vgl. hierzu die Schülerarbeiten ab S. 164 ff.).

Bei den hier vorgelegten Arbeitsblättern zum Style Writing handelt es sich einerseits um Arbeitsblätter im engeren Sinn, also um solche, die von den Schüler/innen (zumeist bildnerisch) bearbeitet werden können, und andererseits um solche, die lediglich Materialcharakter haben, die also der Anschauung, Anregung, Übersicht oder Kontrolle dienen, selbst aber nicht direkt bearbeitet werden. Zu diesen Arbeitsblättern im weiteren Sinn gehören die in Kap. 5.2 wiedergegebenen Checklisten zu den Gestaltungsmerkmalen des Style Writing (S. 43 ff .), die Graffiti - Buchstaben von A - Z (Kap. 5.3, S. 50 ff.) und die Alphabete in verschiedenen Styles (Kap. 5.4, S. 63 ff.).

Die Abfolge der Arbeitsblätter i.e.S. entspricht weitgehend der Gliederung der Checklisten: Auf die Übungen zur Gestaltung der Outlines (Kap. 5.5) folgen solche zu Blocks (Kap. 5.6), zum Fill In (Kap. 5.7) und zum Background (Kap. 5.8). Natürlich muss im Unterricht nicht dieser bildnerisch logischen Abfolge entsprochen werden. Wer wenig Zeit hat oder eine leistungsfähige Lerngruppe unterrichtet, wird auf bestimmte einfache Übungen (z.B. das farbige Ausgestalten vorgegebener Fill Ins, S.134 ff.) völlig verzichten. Sinnvollerweise wird er Arbeitsblätter mit kleinschrittigen Aufgabenstellungen zu einer größeren, komplexen Aufgabenstellung zusammenfassen. Wer mehr Zeit hat oder eine weniger leistungsstarke Lerngruppe unterrichtet, wird eher mit bestimmten einfachen Übungen zum Fill In beginnen und den schwierigeren Aspekt 'Outlines' zu einem späteren Zeitpunkt seines Unterrichts thematisieren. Dass der oder die Unterrichtende Arbeitsaufträge zu einzelnen Übungen sprachlich anders formulieren oder inhaltlich verändern, etwa vereinfachen oder erweitern kann, versteht sich eigentlich von selbst. Es muss auch nicht besonders betont werden, dass die Arbeitsblätter lediglich als Anregung zur Gestaltung eigener Arbeitsblätter oder Formulierung bildnerischer Aufgabenstellungen herangezogen werden können. Wie immer beim Umgang mit vorgefertigten Unterrichtsmaterialien, so ist auch hier die kritische und souveräne Haltung von Lehrer/innen gefragt.

Schließlich ist darauf hinzuweisen, dass manche Arbeitsblätter Zeichnungen enthalten, die hier aus Platzgründen in verkleinerter Form wiedergegeben sind. Diese Arbeitsblätter können von den Schüler/innen also nicht direkt bildnerisch bearbeitet werden, so wie andere Arbeitsblätter, die einfache Zeichnungen enthalten, nicht direkt bildnerisch bearbeitet werden müssen. Vielmehr reicht es aus, wenn solche Arbeitsblätter im Unterricht nur in geringer Auflage oder als vergrößertes Anschauungsmedium zur Verfügung gestellt werden, damit die Vorgaben abgezeichnet werden können, bevor sie bildnerisch weiter bearbeitet werden. Auf diese Weise können nicht nur Vervielfältigungskosten gespart werden; die Schüler/innen bedienen sich zugleich auch eines Verfahrens, dass in der Graffiti-Szene zwecks Übung und Entwicklung eines eigenen Styles bei AnfängerInnen durchaus üblich ist: dem "Biten" (= "Abkupfern", Abzeichnen).
Die folgende Übersicht soll die Orientierung darüber erleichtern, auf welche Aspekte sich die Materialien und Arbeitsblätter zum Style Writing beziehen.
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ÜBERBLICK

Kap. 5.2 CHECKLISTEN
(S. 42-47) (Checklisten zu Gestaltungsmitteln des Style Writing)
43, 44  - Outlines
45, 46  - Fill In
46  - Dreidimensionale Effekte (Blocks, Schatten)
47  - Background
48, 49  - Fachbegriffe zur Buchstabengestaltung
     
Kap. 5.3 GRAFFITI - BUCHSTABEN VON A - Z
(S. 50-62) (Sammlung alphabetisch geordneter Buchstaben in verschiedenen Styles)


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Kap. 5.4 ALPHABETE IN VERSCHIEDENEN STYLES
(S. 63-86) (Vorlagen zur Übernahme oder als Anregung zur Entwicklung eigener Styles)
 
Kap. 5.5 ÜBUNGEN ZU OUTLINES
(S. 87-121)
87-99  - Alphabete in verschiedenen Styles ergänzen
100-104  - Ein eigenes Alphabet zeichnen
105-107  - Fehlende Buchstaben in Wörtern ergänzen / Überdeckung
108  - Wie aus einem Antiqua-Schriftzug ein Schriftzug in einer Graffiti - Schrift entsteht
109-112  - Balkenenden/Schwünge/Verzierungen ergänzen
113  - Wie aus einem Graffiti-Schriftzug ohne Schwünge ein Schriftzug entsteht, der dem Wild Style ähnelt
114  - Begrenzungslinien ergänzen
115-121  - Bewegung ("Swing") in den Buchstaben erzeugen
 
Kap. 5.6 ÜBUNGEN ZU BLOCKS UND SCHATTEN
(S. 122-131)
124,125  - Blocks für Buchstaben auf verschiedene Weise konstruieren
126-130  - Blocks für Buchstaben und Schriftzüge nach Vorgaben zeichnen
131  - Schatten für Schriftzüge nach Vorgaben zeichnen
 
Kap. 5.7 ÜBUNGEN ZUM FILL IN
(S. 132-149)
134-139  - Vorgegebene Fill Ins farbig ausgestalten
140-143  - Ansätze zum Fill In weiterführen und farbig ausgestalten
144-149  - Fill Ins entwerfen und farbig ausgestalten
 
Kap. 5.8 ÜBUNGEN ZUM BACKGROUND
(S. 150-155)
151  - Verschiedene Möglichkeiten der Backgroundgestaltung fur denselben Schriftzug erkennen und bewerten
152-155  - Zu vorgegebenen Schriftzügen einen inhaltlich passenden Background entwerfen und ausgestalten
 
Kap. 5.9 DAS TAG-ALPHABET
(S. 156-159)
157  - Tag-Buchstaben zur Anschauung
158  -   Ein eigenes Tag entwickeln
159  -   Antiqua- und Grotesk-Schrift als Ausgangspunkt für das Style-Writing
Innerhalb der einzelnen Kapitel werden im Rahmen eines didaktisch-methodischen Kommentars Hinweise zu Zielsetzungen und zum möglichen unterrichtlichen Einsatz der verschiedenen Materialien und Arbeitsblätter gegeben. In diesem Zusammenhang wird auch auf exemplarisch ausgewählte Schülerarbeiten hingewiesen, die mit der Bearbeitung verschiedener Übungen in Zusammenhang stehen.
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