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5.5 ÜBUNGEN ZU OUTLINES

5.5 ÜBUNGEN ZU OUTLINES

Materialien/
Arbeitsblätter
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KOMMENTAR
92 - 121 Übungen zu Outlines
92, 93,
94, 95,
96, 97,
98, 99
Alphabete in verschiedenen Styles ergänzen
Diese Arbeitsblätter basieren auf den Alphabeten aus Kap. 5.4.
Die fehlenden Buchstaben sind so zu ergänzen, dass sie stilistisch zu den bereits vorhandenen des jeweiligen Alphabets passen. Je nach Kompliziertheit der Outlines und danach, welche Buchstaben jeweils ergänzt werden sollen, variiert der Schwierigkeitsgrad der Arbeitsblätter.

Zwischen den verschiedenen Arbeitsblättern können vielfältige Bezüge hergestellt werden. So können z.B. die Arbeitsblätter auf S. 92 und S. 97 nacheinander bearbeitet werden. Das gilt auch für die Arbeitsblätter auf S. 95 und S. 96. Die Vervollständigung der Alphabete auf den S. 94 und S. 96 ist wohl am schwierigsten.
Beim Zeichnen können sich die Schüler/innen z. T. an einigen der bereits eingezeichneten Buchstaben orientieren (z. B. Q O, V W, U). Es bietet sich an, die zu ergänzenden Buchstaben zuerst auf einem Extrablatt ggf. in mehrfacher Ausfertigung skizzieren zu lassen, ehe sie, in Stil und Größe passend, in das Arbeitsblatt übertragen werden.


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  Zwecks Vereinfachung der Aufgabenstellung können den Schüler/innen natürlich auch vollständige Alphabete zur Verfügung gestellt werden, aus denen sie die in den Arbeitsblättern jeweils fehlenden Buchstaben abzeichnen. Das bietet sich unter Umständen z.B. für die Ergänzung des Alphabets auf S. 94 an.
Generell sollte aus Gründen der Kreativitätsförderung aber von dieser Methode abgesehen und vielmehr darauf geachtet werden, dass den Schüler/innen die Merkmale des jeweiligen Styles, in dem die Buchstaben gezeichnet sind, bereits vor der praktischen Arbeit hinreichend verdeutlicht worden sind.

Zwecks innerer Differenzierung kann der/die Unterrichtende auf der Basis der in Kap. 5.4 wiedergegebenen Alphabete selbst Arbeitsblätter mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad herstellen (z.B. eine unterschiedliche Anzahl oder unterschiedlich schwierig gestaltete Buchstaben ergänzen lassen).

100 - 104          Ein eigenes Alphabet zeichnen
100 Das erste für diesen Zusammenhang relevante Arbeitsblatt verdeutlicht, auf welch vielfältige Weise die Außenform eines Ausgangsbuchstabens verändert werden kann und wie eigene Alphabete auf der Basis von Vorlagenalphabeten, die in Kap. 5.4 wiedergegeben sind, entwickelt werden können.
101 - 104 Die übrigen Arbeitsblätter bestehen aus Leerrastern mit verschiedenen Aufgabenstellungen. Diese können bereits eingesetzt werden, nachdem verschiedene lückenhafte Alphabete ergänzt worden sind oder zu einem späteren Zeitpunkt, wenn andere der nachfolgenden Übungen zur Gestaltung von Outlines, etwa zur Gestaltung von Balkenenden (vgl. S. 111), absolviert worden sind.
101 Das Arbeitsblatt auf S. 101 soll den Schüler/innen helfen, sich für einen Style zu entscheiden, der ihnen persönlich am meisten zusagt. Dabei kann auch auf die auf S. 159 abgebildeten Grundschriften, die als Ausgangspunkt für das Style Writing dienen können, Bezug genommen werden.
102, 103,
104
Die Aufgaben für die übrigen Leerraster beziehen sich u.a. auf die "Graffiti - Buchstaben von A - Z" (Kap. 5.3) sowie auf die Checkliste "Outlines" (S. 43) und sind von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.

105, 106 Fehlende Buchstaben in Wörtern ergänzen, die in verschiedenen Styles gestaltet sind
War bei den vorstehenden Übungen "nur" gefordert, Buchstaben in verschiedenen Styles isoliert zu zeichnen, so sollen jetzt fehlende Buchstaben in vorgegebene lückenhafte Wörter oder Sprüche eingezeichnet werden, und zwar in Styles verschiedenen Schwierigkeitsgrads. Eine zusätzliche Schwierigkeit besteht darin, dass sich die Buchstaben z. T. überdecken,


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  also nur teilweise sichtbar sind. Zur Veranschaulichung dieses Problems kann die Checkliste "Outlines/Zusammenfügen der Buchstaben" auf S. 45 ff. herangezogen werden. Möglicherweise bietet es sich an, erst die zu ergänzenden Buchstaben vollständig zeichnen und anschließend die nicht sichtbaren Linien wegradieren zu lassen.
Sollen die Zeichnungen ausgestaltet werden und werden dabei spezifische Anforderungen an Fill In- und Background-Gestaltung gestellt, ist auf die entsprechenden Checklisten auf S. 45 ff. zurückzugreifen.
107 Ungeübte Schüler/innen neigen dazu, beim Entwerfen von Schriftzügen die Buchstaben in viel zu großem Abstand nebeneinander zu setzen. Im Arbeitsblatt auf S. 107 wird schrittweise das bildnerische Problem verdeutlicht "Wie Buchstaben einander überdecken und miteinander verschmelzen". Vollziehen die Schüler/innen die Teilschritte sukzessive nach, gelangen sie zu Schriftzügen, die dem Style Writing angemessen sind.

108 Wie aus einem Antiqua - Schriftzug ein Schriftzug in einer Graffiti - Schrift entsteht

Einen Überblick darüber, wie aus einem Schriftzug in Antiquabuchstaben ein Schriftzug in Graffiti - Schrift entsteht, können die Schüler/innen anhand des Arbeitsblatts auf S. 108 gewinnen. Dieses Arbeitsblatt ist in Anlehnung an ein Interview mit dem berühmten Berliner Writer Odem entstanden. Sofern die Schüler/innen die in dem Arbeitsblatt angegebenen Teilschritte nacheinander zeichnerisch nachvollziehen, gelangen sie zu Schriftzügen, die den Anforderungen des Style Writing entsprechen. Als Ausgangspunkt kann auch die Antiquaschrift dienen, die auf S. 159 abgedruckt ist. Da dieses Arbeitsblatt einen Überblick über wichtige Aspekte der Entstehung eines Graffiti - Schriftzugs vermittelt, kann es auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt im Unterricht eingesetzt werden.

109 - 113 Balkenenden/Schwünge und Verzierungen zeichnen
Ein typisches Zeichen komplizierter Graffiti - Schriften (insb. des Wild Style) ist das Auslaufen der Balkenenden bzw. "Serifen" in Schwüngen und Verzierungen. Die hierzu entwickelten Arbeitsblätter sollen die Schüler/innen dazu anregen, verschiedene Lösungen zu diesem bildnerischen Problem zu finden, und zwar in Bezug auf
- isolierte Buchstaben sowie
- Buchstaben als Bestandteile von Wörtern.
Hierzu kann zwecks Veranschaulichung bzw. Vereinfachung auch auf die "Graffiti - Buchstaben von A - Z" (insb. S. 61 f.) zurückgegriffen werden.


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109, 110 Die Aufgabe, Schwünge und Verzierungen der einzelnen Buchstaben innerhalb von Wörtern so weiterzuzeichnen, dass die Buchstaben miteinander verbunden sind, stellt insofern eine hohe Anforderung dar, als die Schwünge und Verzierungen einander z. T. durchdringen und überdecken. Man kann zur Bearbeitung dieser Arbeitsblätter auf S. 109 ff. auch die dazu passenden, weiter hinten abgebildeten Arbeitsblätter heranziehen, auf denen die entsprechenden Schriftzüge vollständig wiedergegeben sind (vgl. S. 147 f.).
111, 112 Schwierig ist auch die Aufgabe, Balkenenden von Buchstaben innerhalb von Wörtern weiterzuführen, wenn keine Anhaltspunkte dafür gegeben werden, wie die Balkenenden auslaufen könnten. Dieses kann auf den Arbeitsblättern auf S. 111 f. geübt werden.

113 Wie aus einem Graffiti-Schriftzug ohne Schwünge ein Schriftzug entsteht, der dem Wild Style ähnelt
Die Zeichnungen auf dem Arbeitsblatt auf S. 113 verdeutlichen, wie durch sukzessives Ergänzen der Balkenenden der einzelnen Buchstaben in Form von Schwüngen und Verzierungen ein Schriftzug entstehen kann, der dem Wild Style ähnelt.
Vollziehen die Schüler/innen die auf dem Arbeitsbogen angegebenen Teilschritte bildnerisch nach, gelangen sie selbst zu einem Schriftzug, der dem Wild Style recht nahe kommt.

114 Begrenzungslinien ergänzen
Buchstaben von Wörtern, die im Wild Style oder in einer diesem Stil ähnlichen Weise gestaltet werden, sind häufig durch eine doppelte Begrenzungslinie (Standlinie) miteinander verbunden. Dies können die Schüler/innen anhand des beigefügten Arbeitsblattes lernen.

115 - 119 Bewegung ("Swing") erzeugen
Die Erfahrung zeigt, dass ungeübte Schüler/innen bei der Entwicklung von Schriftzügen die Begrenzungslinien der Buchstaben (insb. die Standlinie) vernachlässigen. Die Folge ist, dass die Schriftzüge zuweilen unbeabsichtigterweise schief werden oder nach einer Seite "wegkippen". Dieses soll durch die hierzu entwickelten Arbeitsblätter vermieden werden. Vor allem soll die Bearbeitung der Aufgabenstellungen aber dazu dienen, dass die Schriftzüge graffititypische Bewegungen aufweisen.
119 Das Arbeitsblatt auf S. 119 zeigt schrittweise, wie "Swing" in " die Buchstaben kommt. Hier lernen die Schüler/innen, mit bewegter Untergrenze (Standlinie) bzw. Obergrenze zu arbeiten. Sie erfahren auch, dass sich z. B. die Größe der Buchstaben innerhalb eines Schriftzugs durch die Begrenzungslinien ändern kann.


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115, 116,
117, 118
Bei der Bearbeitung der übrigen Arbeitsblätter zu diesem bildnerischen Problem können die Schüler/innen üben, wie "Swing" entsteht. Die Anfangsbuchstaben der in diesen Arbeitsblättern zu ergänzenden Wörter sind in verschiedenen Styles gestaltet, variieren also im Schwierigkeitsgrad. Zwecks Ergänzung können die entsprechenden Alphabete ab S. 64 herangezogen werden.
Entwerfen die Schüler/innen selbst Begrenzungslinien, so ist darauf zu achten, dass diese nicht zu bewegt gestaltet werden.
Für die Ausgestaltung der Zeichnungen (Fill In und Background) können die entsprechenden Checklisten zur Verfügung gestellt werden (vgl. S. 45).

120 Das Arbeitsblatt auf S. 120 berücksichtigt verschiedene wichtige Teilspekte des Style Writing. Es kann als zusammenfassende abschließende Übung zum Thema 'Outlines' eingesetzt werden oder aber wenn wenig Zeit zur Verfügung steht und bestimmte Teilaspekte nicht gesondert behandelt werden sollen.
121 Das Arbeitsblatt auf S. 121 soll die Schüler/innen dazu anhalten, sich die Gestaltung ihrer Schriftzüge bewusst zu machen.
Dieses Arbeitsblatt kann sowohl in der Planungs- als auch in der Reflexionsphase eingesetzt werden.

JUMP 'N' JIBE
Sportausstatter, Bremen 2002
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